Der Weg ist das Ziel
Montag, 28. April 2014
14 Meilen durch PA- 4 Meilen vor Duncannon
Gestern hat sich eine Freundin von Happy Feet (Donatella) für ein Paar Tage uns angeschlossen. Sie wollte unbedingt mal mit einer Deutschen wandern. Zum nächsten Shelter sind es 14 Meilen und davor gibt es keine Möglichkeit, irgendwo zu übernachten. Somit haben wir uns zu dritt auf den Marathon begeben. Wir hatten 13 Meilen durch ein wirklich grünes Tal zu gehen, links des Weges Felder, rechts des Weges Kühe. Wie bei uns in Schleswig-Holstein!!! Es war sehr angenehm nicht bergauf bergab zu gehen. Nur zum Abschluss des Tages mussten wir bei etwa 20-25 Grad noch einen Mörderberg zum Shelter hinaufgehen. Es war nicht klar, ob es dort Wasser in der Quelle gibt. Deswegen nahmen wir unterwegs aus einem klaren Bach etwa 4 Liter Wasser mit. Dabei trafen wir auf eine Schlange, um die wir einen großen Bogen machten und die sich dann davon schlich.
Oben auf dem Berg angekommen bauten wir unsere Zelte auf, machten uns Essen, filterten unser Wasser aus dem Bach und waren ziemlich müde. Trotzdem setzten wir uns noch zu drei Männern mit Hund. Das wurde noch ein witziger Abend. Der eine hiker wollte mit einem Freund und deren Sohn eine Woche wandern. Der Vater wurde krank und so ging sein Freund mit dem Jugendlichen auf Wanderung. Bei meinem Dialekt wurde er neugierig und glaubte einen Florida-Dialekt bei mir zu hören? Ich bedankte mich für das Kompliment und stellte klar, dass ich aus Deutschland käme. Das fand er so aufregend, weil er deutscheVerwandte in Nürnberg habe und deutsch lernte. Und er sprach uns die wenigen Sätze vor, die er kannte. Wie witzig.
Im shelter fand Happy Feet eine fast leere Flasche Jim Beam. Sie schnupperte daran und fragte alle,ob es wohl Whiskey oder Pippi sei. Es war eindeutig Alkohol. Trinken wollten nur Happy Feet und ich. Nach dem schönen Lagerfeuer fielen wir total müde in unsere Schlafsäcke. Donatella hat kein Zelt sondern ein Tarp; also ein zu allen Seiten offenes Zelt. Ich weiß nicht, wie sie darin schlafen kann. Ich könnte es nicht. Ich fühle mich im Zelt mit vier Seiten, Boden und Dach wohler.
Das Privy heißt hier Taj Mahal, warum hat sich mir nicht so ganz erschlossen, vielleicht weil es mal nicht 1 mal 1 Meter sondern eher 3 mal 3 Meter groß ist und zwei Sitze hat. Und zwischen den Sitzen war ein Schachbrett.

Dieses Privy wird kompostiert, d.h. dass Pipi in den Wald gemacht werden soll!!
Zur Zeit geht die Sonne etwa gegen 5.30 h auf und gegen 20.30 h unter. Da müssen wir uns am Abend schon immer sputen, alles im Hellen zu schaffen.
Morgen haben wir 8 Meilen und dann noch 4 bis Duncannon vor uns!! Dort müssen wir unsere Vorräte wieder auffüllen. Wir haben fast alles aufgegessen.
🍴🍔🍟🍕☕️
Wir werden meist schon sehr früh wach, etwa bei Sonnenaufgang. Dann gibt es meist ein kaltes Frühstück, eine Katzenwäsche, Zähne putzen und alles wieder einpacken. Jeder ist sehr konzentriert und bei sich. Und es herrscht eine Stille, wie bei der Meditation.

Was mich manchmal wundert ist, dass an manchen Tagen Platz im Rucksack ist, an anderen Tagen ist er zum platzen voll. Und es werden nicht mehr oder weniger Sachen.


Blick über das Tal, das wir an einem Tag durchquerten

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Ihr seid spitze!!
Gratulation zu der Marathon-Strecke ... vergesst nicht,
ab und zu mal eine kleine Pause einzulegen ...
weiterhin viel Spaß und unfallfreies hiking :o)
VLG Matthias

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